Die Inhaftierung an sich stellt ein krisenhaftes Ereignis dar. Auch im weiteren Verlauf der Haftzeit kann es immer wieder zu Krisen kommen. Die Sozialpädagogische Krisenintervention ist eine ungeplante, kurzfristige Maßnahme in Form eines oder mehrerer Gespräche. Sie ist sowohl präventiv ausgerichtet (z. B. im Rahmen der Suizidprophylaxe) als auch situativ, zur Unterstützung in der Bewältigung und Entlastung der Gefangenen in einer Ausnahmesituation, die durch die Inhaftierung, eine persönliche Problematik oder äußere Stressoren gesetzt werden. Sofern sozialpädagogische Interventionsmaßnahmen nicht ausreichen sollten, werden andere Fachdienste mit einbezogen.

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Die sozialpädagogische Betreuung trägt zur Bewältigung von Anforderungen, Frage- und Problemstellungen bei, die sich im Rahmen der Inhaftierung stellen. Die Betreuung hat zum Ziel, die Gefangenen in der Vollzugsanstalt bei der Befriedigung von körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Grundbedürfnissen und der Bewältigung persönlicher Anliegen zu unterstützen und sie vor schädigenden Einflüssen und Folgen der Inhaftierung zu schützen. Sozialpädagogische Betreuung dient der Herstellung einer tragfähigen Arbeitsbeziehung mit den Gefangenen. Sie schafft die Voraussetzung für weitere Behandlungsarbeit sowie soziale Sicherheit und trägt damit insgesamt zur Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten bei.

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Sozialpädagogische Beratung bildet einen Schwerpunkt der sozialpädagogischen Arbeit im Justizvollzug. Es handelt sich um die strukturierte Bearbeitung und Klärung konkreter Fragestellungen in einem zeitlich eingegrenzten Rahmen. Zentrale Bezugspunkte der Beratung sind die individuelle Lebenswelt und die alltägliche Lebensführung, die Grenzen des Handlungsvermögens und die bestehenden Belastungen und Gefährdungen in der Lebensbewältigung von Gefangenen. In der Beratung werden die individuellen Problemstellungen in ihren sozialen, ökonomischen und kulturellen Kontexten wahrgenommen und in den Beratungsprozess mit einbezogen. Die Gefangenen erhalten die Möglichkeit zur Selbstreflexion, zum Erkennen eigener Ressourcen und der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten. Die Verantwortung für die Umsetzung des Beratungsergebnisses liegt bei den Gefangenen. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe, ggf. unter Zuhilfenahme spezialisierter, auch externer Beratungsangebote.

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In Behandlungsmaßnahmen werden komplexe Problemstellungen in einem strukturierten, fortlaufenden Prozess bearbeitet und damit eine Basis für Veränderungen geschaffen. Übergeordnetes Ziel von Straftäterinnen - und Straftäterbehandlung ist die Verbesserung der Legalprognose durch die Auseinandersetzung mit den Ursachen und Motiven der Straftat(en), die Vorbereitung der Eingliederung in die Gesellschaft und die zukünftige Vermeidung von Straftaten. Die berechtigten Belange der Verletzten sind zu berücksichtigen. Behandlungsziele werden individuell festgelegt und regelmäßig überprüft. Schwerpunkte sind u.a. die Entwicklung und Förderung von persönlichen und sozialen Handlungskompetenzen. Die Inhalte orientieren sich an für die Zielgruppe geeigneten Erziehungs-, Förder- und Behandlungskonzepten und basieren auf anerkannten Methoden. Defizitorientierte Behandlungsansätze und ein ressourcenstärkendes Vorgehen sind gleichermaßen zu berücksichtigen.

Weiterlesen: Behandlung der Gefangenen

Einschätzungen in Form von Stellungnahmen sind anlassbezogene und adressatenorientierte Bewertungen zum Entwicklungsstand der Gefangenen und dienen der Vorbereitung der Entscheidungsfindung anderer Behörden oder Bereiche.

Weiterlesen: Einschätzung der Gefangenen/ Stellungnahmen

Der Bezug der Gefangenen zum gesellschaftlichen Leben ist zu wahren und zu fördern, Angehörige und andere Personen außerhalb des Vollzuges, von denen ein günstiger Einfluss auf die Gefangenen erwartet werden kann, sollen in den Vollzugsalltag einbezogen werden.

Weiterlesen: Kontakt zu Angehörigen und anderen Bezugspersonen

Eine strukturierte Freizeitgestaltung bietet Chancen für wichtige Lernerfahrungen, fördert den Erwerb sozialer Kompetenzen und stärkt die körperliche und psychische Gesundheit.

Weiterlesen: Mitwirkung an der Freizeitgestaltung der Gefangenen

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